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"Schaue zurück, der du vorübergehst, es enteilt
die drehende Zeit" |

Freepsum ist ein Warfendorf. Urkundlich erstmalig um das Jahr 1000
unter dem Namen Fresbachteshem erwähnt, änderte sich die
Ortsbezeichnung um 1255 in Frebestum und um 1500 in Frebesum. Der
Häuptling Folkmar Allena erbaute hier 1404 eine Burg, die später in
den Besitz des Häuptlings Ewo Houwerda von Westerhusen (Holland)
überging. 1436 zerstörten Edzard Ulrich Cirksena mit Unterstützung
der Hamburger die gesamte Anlage.
Eine Kirche aus der Zeit um 1260 bekundet das Alter der
Gemeinde.
Das Innere der Kirche ist ein Beispiel für den schlichten
Rechteckeinraum. Die ursprüngliche Form der Fenster ist noch an der
Nordseite der Kirche erkennbar. An der Außenmauer befindet sich
eine Uhr, vermutlich um 1600 angebracht, sie wurde 1995 erneuert.
Oberhalb des Ziffernblattes steht ein lateinischer Vers, übersetzt:
"Schaue zurück, der du vorübergehst, es enteilt die drehende Zeit".
Neben der Kirche steht der alte Glockenturm, der bemerkenswerterweise sieben Schallöffnungen hat. |
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Der Abendmahlskelch, nachweislich aus dem Jahre 1638, gilt als
besonderes Erinnerungsstück an die jahrhundertealte Vergangenheit
des Warfendorfes Freepsum.
Zu Freepsum gehörte das einst im Besitze des Klosters Sielmönken
gewesene "Freepsumer Meer", 1554 war es an den Häuptling Hoyko
Manninga von Pewsum verkauft worden. Für die Pewsumer Burgküche war
dieses fischreiche Gewässer ein willkommener Lieferant; daher auch
der im Volksmund bekannte Name "Küchenmeer". Über Pewsum kam 1565
das Gewässer an das ostfriesische Grafenhaus.
In der Freepsumer Gemarkung standen ehemals mehrere Wassermühlen,
die seit 1613 der Entwässerung der drei um Freepsum gelegenen Meere
- Freepsumer Meer, Uhlsmeer und Sandmeer - sowie der über dem
Meeresspiegel liegenden Grünflächen dienten. Wiederholte Versuche,
die Meere trockenzulegen, scheiterten immer wieder.
1664 gelang es zwei Holländern mit zwei eigens von ihnen angelegten
Wasserschöpfmühlen in neun Wochen das Meer "trockenzumahlen"!
Die dadurch für Weidezwecke gewonnene Fläche erwies sich als wenig
ertragreich. Das neugewonnene Land ließ man später wieder
unterwassern. Endgültig trockengelegt wurde das Meer im Jahre 1771.
Wappen:
In Blau eine goldene
Wasserschöpfmühle
über einem silbernen Wellenbalken im Schildfuß |
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In der Freepsumer Gemarkung standen ehemals mehrere solcher Wasser-
mühlen, die seit 1664 der Entwässerung der drei um Freepsum
gelegenen
"Meere" - Freepsumer Meer, Uhlsmeer und Sandmeer - dienten. Sie
sind
heute durch elektrisch betriebene Unterschöfpwerke ersetzt worden.
Noch
heute heißt es im Volksmund in einem Reim über die Dörfer der
Krummhörn:
"In Freepsum gahn de Waterstroomen".
Blau und Gold sind die Wapperfarben der Allenas, denen die heute
verschwundene Burg gehörte. Sie wurde 1404 im Vertrag zwischen Keno
tom
Brok und Folkmar Allena als dessen Besitz anerkannt (OUB 144, 193):
"Item
zo schal Folkmar vorbenomend velich vrii brueken aller zyner
undersaten, de
hee gehaet hefft vor desen tyden to Osterhusen, Suederhusen, Lopsum,
Eisinghusen, Kanynghusen, to Frebesum unde to Kanynghe" (Houtrouw
I,
400 f.).
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...Freepsum von Caspar Dilly |
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Caspar Dilly
Bauer AKR., Freepsum, Krummhörn, Ostfriesland
("Genre-Silhouette", H. 54,5 cm,
B. 82 cm, 1836) |
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